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Primo
Carnera
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Der italienische Boxer stieg
in den 1930er Jahren zu einem der bedeutendsten Kämpfer im
internationalen Profi-Boxsport auf. Primo Carnera stieg 1933
durch seinen Sieg über Jack Sharkey zum Boxweltmeister im
Schwergewicht auf und verlor den Titel ein Jahr später an
Max Baer. Aus gesundheitlichen Gründen musste der Diabetiker
1938-1944 seine Karriere unterbrechen, ein Comeback war 1945
wenig erfolgreich. |
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Der italienische Boxer (geboren am
26. Oktober 1906 in Sequals (Pordenone, Friaul), gestorben am
29. Juni 1967 ebenfalls in Sequals) wurde in den 1930er Jahren
für kurze Zeit zu einem der bedeutendsten internationalen
Profiboxern. Carnera wurde 1933 durch seinen Sieg über Jack
Sharkey Boxweltmeister im Schwergewicht und verlor den Titel
ein Jahr später an Max Baer. |
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Carnera, der mit 1,98 m
Körpergröße und austrainiert etwa 120 kg Kampfgewicht für
damalige Verhältnisse außergewöhnlich groß und massig war,
widmete sich bereits in früher Jugend dem Boxsport und durchlief
zunächst eine Amateurkarriere. Seinen ersten ProfiKampf bestand
Carnera im September 1928 in Paris, wo er Leon Sebilo durch
K.O. in der zweiten Runde besiegte. |
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Auch die folgenden fünf Kämpfe
gewann Carnera, um dann gegen Franz Diener in Leipzig wegen
Disqualifizierung zu unterliegen. Es folgten weitere Siege u.a.
gegen Young Stribling. |
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In den 1930er Jahren zog Carnera
in die USA, in der Zeit der Wirtschaftskrise und des
Prohibitionismus. Seine ersten 17 Begegnungen entschied er
durch K.O.-Sieg für sich. Der "gutmütige Riese" begeisterte die
Massen und auch die Mafia setzte auf ihn, was ihm den Vorwurf
brachte, dass der Großteil seiner Kämpfe manipuliert gewesen
sei. |
Im
Februar 1933 trat Carnera gegen Ernie Schaaf in New York an, den
er in der 13. Runde durch K.O. besiegte. Sein Gegner verstarb
zwei Tage später an den Folgen seiner Kampfverletzungen.
Bereits 1932 war Schaaf in einem Kampf mit Max Baer bewusstlos
geschlagen worden sein Tod wird in erster Linie den
kompromisslosen Prügeln zugeschrieben, die ihm Baer verpasst
hatte. Dennoch machte sich Carnera große Vorwürfe und war nahe
dran, den Boxsport aufzugeben. |
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Im Juni 1933 trug Carnera gegen
Jack Sharkey in New York den Sieg durch K.O. in der 6. Runde
davon, wodurch er zum Boxweltmeister im Schwergewicht aufstieg.
Der neue Weltmeister konnte seinen Titel zweimal erfolgreich,
gegen Paulino Uzcudun und Tommy Loughran, verteidigen und wurde
vom faschistischen Regime Benito Mussolinis als italienischer
Nationalheld instrumentalisiert. |
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Im Juni 1934 in Long Island (NY)
verlor Carnera den Weltmeistertitel an Max Baer, der ihn in der
11. Runde durch K.O. besiegte. Ein Jahr später musste er auch
gegen den künftigen Boxweltmeister Joe Louis eine Niederlage
einstecken. |
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Wegen einer Nierenerkrankung im
Jahr 1938 musste sich Carnera für mehrere Jahre vom Boxsport
fernhalten. 1945 versuchte er ein Comeback, das mit zwei Siegen
zunächst vielversprechend aussah. Nach einer Reihen von
Niederlagen zog sich Carnera jedoch 1946 endgültig aus dem
aktiven Boxsport zurück mit 88 Siegen bei 103 Kämpfen (davon 70
durch K.O.). |
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Nach dem Abschied vom Boxen begann
Carnera 1946 eine zweite Sportkarriere als Catcher, die ihn
reich machte und die er bis in die 1960er Jahre hinein
fortführte. Seinen letzten Kampf als Catcher bestritt er im Mai
1961 in New York. |
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1947 schrieb Budd Schulberg den 1956 in Hollywood verfilmten Roman "The Harder They Fall",
der von einen Boxer handelte, dessen Kämpfe manipuliert waren.
Da Carnera schon immer Kontakte zur Unterwelt nachgesagt worden
waren, identifizierte man ihn sofort mit der Hauptrolle in
diesem Film. Er verklagte daraufhin die Filmgesellschaft, die
den Roman verfilmt hatte, jedoch ohne Erfolg. |
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Zurück in Sequals starb Carnera am
29. Juni 1967, fast exakt 34 Jahre nach seinem Triumph gegen
Jack Sharkey. |
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Auch als Comic-Held hatte Carnera
'Karriere' gemacht: Von Juli 1953 bis Mai 1954 erschien im
Walter Lehning Verlag, Hannover, mit insgesamt 46 Heften zu 20
Pfennig pro Heft die (ursprünglich aus Italien stammende)
Piccoloserie 'CARNERA'.
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