|

Franco Passanante lässt sich von den Zuschauern feiern.
Der Churer Profiboxer Franco Passanante
hat es geschafft: Er wurde gestern Abend kurz vor Mitternacht neuer
Weltmeister im Supermittelgewicht (76,203 Kilogramm) der World Pro
Boxing Organisation (WPBO).
Boxen. – Der 42-jährige Franco Passanante, der neun Jahre nach seinem
Rücktritt im vergangenen November in Deutschland ein erfolgreiches
Comeback gefeiert hatte, machte gestern Abend im ausverkauften Churer
«Marsöl»-Saal mit dem Österreicher Thomas Hengstberger kurzen Prozess.
In der zweiten Runde ging der 37-Jährige aus Graz schwer getroffen auf
die Bretter.
«Ich habe gesehen, dass der Weg zu
Hengstbergers Leber frei war, und ich nutzte diese Chance», schilderte
Passanante die Szene, welche zu seinem vorzeitigen Sieg führte. Es war
ein furchterregender Anblick, als sich Hengstberger am Ringboden vor
Schmerzen wälzte.

21. Sieg im 24. Kampf
Passanante schlug in diesem Kampf
nicht viel, dafür sehr präzis und hart. Das war ein Teil seiner Taktik.
«Im Gegensatz zu früher boxe ich einen weniger aggressiven Stil,
kämpfe mehr mit Hirn», so der zweifache Familienvater, der sich nach
seinem Blitzsieg von den Zuschauern frenetisch feiern liess.
In seinem nun 24. Profikampf (21
Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen) gewann Passanante zum
neunten Mal vorzeitig. Wie geht es nun mit seiner Karriere weiter? «Möglicherweise
kommt es zu einer Titelverteidigung in Kroatien. Zudem ist ein
weiterer Auftritt in Chur eine Option», erklärte Passanante.
Quelle Suedostschweiz.ch |