Franco
Passanante unmittelbar vor seinem Comeback.
Neun Jahre
nach seinem Rücktritt hat der Churer Profiboxer Franco Passanante am
Samstag ein erfolgreiches Comeback gefeiert. In Kollnau (Deutschland)
gewann er gegen Sevdail Sherifi nach Punkten.
Boxen. – Im
vergangenen September anlässlich des Gehla-Meetings in Chur war
durchgesickert, dass Franco Passanante ein Comeback planen soll. Der
mittlerweile 42-Jährige, der im Supermittelgewicht (bis 76,203
Kilogramm) einst die Nummer 8 in Europa war, trainiert seit seinem
Rücktritt im Dezember 2000 wöchentlich dreimal. Passanante, der
körperlich nach wie vor in ausgezeichneter Verfassung ist, wollte
sein Comeback weder bestätigen noch dementieren. Und auch Manager
sowie Matchmaker Mirko Skoko aus Deutschland hüllte sich in
Schweigen.
Bezüglich Routine und
Erfahrung überlegen
Gestern war es nun
so weit: In Kollnau kehrte Passanante in den Ring zurück und stand
dabei dem 21 Jahre jüngeren Sevdail Sherifi gegenüber. In einem auf
vier Runden angesetzten Kampf im Supermittelgewicht bewies der
Churer auf eindrückliche Weise, dass er während der langen
Ringabwesenheit nichts von seinen boxerischen Fähigkeiten eingebüsst
hat. Passanante war auch bezüglich Routine und Erfahrung seinem
Gegner klar überlegen.
Bange
Momente überstehen müssen
Bereits in der
ersten Runde schickte der Bündner den aggressiven und kaum zu
bremsenden Sherifi, der neun Zentimeter grösser sowie elf Kilogramm
schwerer ist, mit einem rechten Haken zu Boden. Der Profi-Debütant,
welcher als Amateur zwölf Kämpfe bestritten hatte (acht Siege, ein
Unentschieden und drei Niederlagen), erholte sich vom Niederschlag
jedoch erstaunlich gut und zeigte in der Folge, was für ein
Potenzial in ihm steckt. In der zweiten Runde erwischte er
Passanante mit einem gewaltigen Leberhaken und der Churer musste
bange Momente überstehen. Aber mit viel Geschick brachte er den
Kampf über die Zeit.
Passanante steht
nun mit 20 Siegen, davon acht durch K.o., einem Unentschieden und
zwei Niederlagen zu Buche. (hto)