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Passanante will Polizist Magno zu einem Titelkampf führen
Der Profiboxer Rodolfo Magno hat mit dem Churer Franco Passanante
einen neuen Trainer. Der 36-järige Magno wohnt
in San Bernardino und bestritt bisher elf Kämpfe. Seine
Bilanz: neun Siege und zwei
Niederlagen.
Von Hans-Jörg
Toggwiler
Boxen
Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist Rodolfo Magno in der Person
des Churers Franco Passanante fndig geworden. Der 41-järige gelernte
Bildhauer, der heute ein eigenes Geschäft besitzt, ist in Boxkreisen
kein Unbekannter. Während seiner Aktivzeit als Profi (von 1995 bis
2000) bestritt Passanante im Supermittelgewicht 22 Kämpfe und
erreichte dabei eine Bilanz von 19 Siegen, davon acht durch K.o., ein
Unentschieden sowie zwei Niederlagen. Zudem war er in seiner
Gewichtsklasse für kurze Zeit die Nummer 8 in Europa.
Wie ist es zur
Zusammenarbeit mit Passanante gekommen? Ich wusste, dass er früher ein
sehr guter sowie bekannter Profi war und heute in Chur neben seinem
Geschäft auch noch eine Boxschule betreibt, sagt Magno. Daher war es
nahe liegend, dass ich Kontakt zu ihm aufnahm. Nach einem
ausführlichen Gespräch und einem ersten, intensiven Training haben wir
uns dann auf eine Zusammenarbeit geeinigt.
Lehrreiche Erfahrung
Den ersten Kampf unter seinem neuen Trainer bestritt Magno am 21.
Februar in Baden-Baden (Deutschland). Er gewann den auf sechs Runden
angesetzten Fight im Mittelgewicht (bis 72,5 Kilogramm) gegen den
Einheimischen Chris Herrmann in der dritten Runde durch K.o. Ich
verstand mich auf Anhieb bestens mit Magno. Er setzte meine
Anweisungen in die Tat um und konnte so ein schnelles Ende
herbeiführen. Für beide war dieser Kampf in jeder Hinsicht eine
lehrreiche Erfahrung, erklärt Passanante. Der nächste Fight findet
bereits am 9. Mai statt, ebenfalls in Baden-Baden. Der Gegner ist noch
nicht bekannt.
Im Weiteren
steht schon heute fest, dass in diesem Jahr in San Bernardino, wo
Magno wohnt und als Kantonspolizist tätig ist, ein Kampf um einen
Interkontinental-Titel stattfindet. Der Fight, der nicht im Mittel-,
sondern im Supermittelgewicht (bis 76,203 Kilogramm) ausgetragen wird,
wird der erste Höhepunkt in Magnos noch junger Profikarriere sein.
Zudem verspricht der Titelkampf ein Grossanlass zu werden. Denn der
Serie-1-Boxer hat in San Bernardino, aber auch im Tessin, wo er in
Viganello aufgewachsen ist, sehr viele Anhänger.
Grosser Aufwand
Magno, der nach ber 70 Kämpfen als Amateur im Jahr 2005 ins Profilager
wechselte und seither elf Fights bestritt (neun Siege, zwei
Niederlagen), ist vom Boxen angefressen. Er scheut deshalb weder
Aufwand noch Mühe, um schnell einen Titelkampf zu erreichen. So fährt
Magno unter anderem zweimal pro Woche von San Bernardino nach Chur, um
im VIP-Boxing-Club mit Passanante zu trainieren. Ohne Fleiss kein
Preis, sagt Magno. Er ist überzeugt, dass sich der Aufwand
längerfristig auszahlt. Wenn jemand mich sportlich weiterbringt, ist
es Passanante. Er verfügt über grosse Erfahrung, sowohl was das
Training als auch das Boxen anbelangt.
Magno eilt nicht
der Ruf voraus, im Ring ein Schläger zu sein. Er ist nicht einer, der
auf den schnellen Knockout ausgeht. Magno gilt vielmehr als Techniker,
der es sich aufgrund seiner sehr guten Kondition erlauben kann, ohne
Probleme über die volle Distanz zu gehen, und der so seine Gegner
zermürbt. Zudem ist er für seine 36 Jahre noch erstaunlich schnell auf
den Beinen. Und das Wichtigste: Im Gegensatz zu vielen Boxern lebt
Magno sehr seriös. Das ist das A und O, will man im Sport erfolgreich
sein, betont Trainer Passanante.
Meistens ist die Familie dabei
Ein Augenschein im Training von Magno zeigt auf eindrückliche Weise,
mit welchem Engagement, Ehrgeiz, Fleiss und Wille der Linksausleger an
die Sache herangeht. Wo nimmt er all seine Energie und Kraft her? Ein
enormer Ansporn sind meine Frau Alexandra, Tochter Penelope sowie Sohn
Leandro, sagt Magno. Das beweist schon die Tatsache, dass dem Training
in Chur meistens die ganze Familie beiwohnt.
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