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22.03.09 |
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Ivo "The
Warrior" Andelic beherrscht seinen Gegner nach Belieben
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(SwissBoxing)
Vor einer
respektablen Zuschauerkulisse besiegte gestern Abend der Bad
Ragazer Ivo "The Warrior" Andelic seinen Gegner Sandor Balogh aus
der Slovakei überaus klar nach Punkten und bleibt auch nach seinem
dritten Kampf als professioneller Faustkämpfer ungeschlagen.
Der
Schweiz-Albaner Gashi Disarjot machte mit dem
Ungaren Peter Milan kurzen Prozess und besiegte
diesen durch technischen K.o. bereits in der ersten Runde. Auf dem
Programm standen weitere vier Amateurkämpfe und zahlreiche
Thaiboxduelle, welche mehrheitlich zu gefallen wussten.
Die
Profikämpfe
Nachdem zwei
im Vorfeld verpflichtete Gegner für Andelic veletzungsbedingt
Forfait erklären mussten, gelang es dem Burgdorfer Kult-Trainer
Sandor Konja kurzfristig, den Slovenen
Sandor Balogh zu verpflichten. Dessen Rekord (1 Sieg, 9
Niederlagen, 1 Unentschieden) konnte dem Bad Ragaz zwar keine
Angst einflössen; Andelic nahm seinen Kontrahenten aber trotzdem
nicht auf die leichte Schulter. Immerhin gelang diesem bei seinem
letzten Kampf ein spektakulärer K.o.-Sieg in der zweiten Runde und
Balogh verlor erst einen Kampf vorzeitig. Ab der 1. Runde
bestimmte Andelic das Geschehen im Ring. Er bearbeitete seinen
Gegner aus einer sicheren Deckung heraus mit Schlagkombinationen
zu Körper und Kopf.
Der Slovake griff unentwegt an, konnte aber kaum zählbare Treffer
landen. Im 2. Durchgang agierte Andelic weiterhin vorsichtig,
erhöhte aber die Schlagfrequenz und in der 3. Runde streckte er
seinen Gegner mit einer chirurgisch präzis geschlagenen rechten
Geraden zum Kopf nieder. Balogh erholte sich aber rasch vom
Niederschlag und überstand die Runde ohne weitere Schwierigkeiten.
Im letzten Durchgang nahm Andelic konditionsbedingt etwas Tempo
aus dem Kampf. "Ich wusste, dass mein Gegner nur noch durch K.o.
gewinnen konnte, weshalb ich mich am Schluss etwas zurückhielt".
Das Urteil des Kampfgerichts war dann auch eindeutig: Jörg
Mangott, Armin Bracher und
Domenico Gottardi werteten das Gefecht je mit 60 zu 53
Punkten zu Gunsten von Andelic.
Der
Kampfverlauf zwischen Gashi Disarjot und dem
Ungaren Peter Milan ist schnell erzählt. Kurz
nach Beginn des Kampfes zwang Disarjot seinen völlig überforderten
Gegner mit einer schweren Linken und anschliessendem Uppercut auf
die Knie, worauf Ringrichter Mangott den körperlich unterlegenen
Osteuropäer erstmals anzählte. Unmittelbar nach Wiederaufnahme des
Kampfes fegte Disarjot erneut wie ein Wirbelsturm über Milan und
bearbeitete diesen mit wilden Schlägen. Nach erneutem Anzählen
hatte der Ringrichter ein Einsehen und nahm den Ungaren aus dem
Kampf. Sieg durch technischen K.o. in der ersten Runde: Gashi
Disarjot.
Die
Amateurkämpfe
Ringsprecher
Jacky Schneider, der seinen Job wie immer
tadellos machte, rief zum ersten Kampf Gadjev Musa
(BC Winterthur) und Hakobian Andranik (BR Baden)
in den Ring. Die beiden Anfänger (Andranik bestritt gestern seinen
1. und Musa seinen 3. Kampf) gingen ambitioniert zur Sache, wobei
der Aargauer der kampfbestimmende Mann im Ring war. Einstimmiger
Sieger nach Punkten: Hakobian Andranik.
In seinem
erst zweiten Kampf besiegte Gürkan Gül (BC
Winterthur) Dario Antenore (BC Uster) nach einer
wilden Keilerei mit 2 zu 1 Richterstimmen knapp nach Punkten. Der
regelwidrig mit Bart kämpfende Gül wirkte sehr athletisch und
brachte einige Treffer mehr ins Ziel. Gesamthaft wurde das Gefecht
auf bescheidenem Niveau ausgetragen. Trotzdem sahen die Zuschauer
einen unterhaltesamen Kampf.
Andranik
Hakobian (BR Baden) bekommt von Musa Gadjier (BC Winerthur) zwar "eine
ab", gewinnt aber schliesslich einstimmig nach Punkten. Nach
unterhaltsamem Kampf posieren Gürkan Gül (BC Winterthur) und Dario
Antenore (BC Uster) für die Kamera. Gül gewinnt den Kampf knapp
mit 2 zu 1 Richterstimmen.
Im 3.
Amateurkampf des Abends standen sich die Mittelgewichtler
Daniel Obradovic (Österreich)
und der amtierende Schweizermeister
Butrint Rama (BC
Winterthur) gegenüber. Beide Boxer verfügen über eine reiche
Ringerfahrung. Der 3-fache österreichische Meister Obradovc
kämpfte gestern zum 61. Mal und Rama absolvierte seinen 37. Fight,
den er aber nicht zuletzt wegen seiner ungenügenden Kondition nach
Punkten verlor. Die beiden Heisssporne schenkten sich nichts und
kämpften teils mit unlauteren Mitteln. Obschon auch Obradovic am
Ende des Kampfes erschöpft wirkte, konnte er sich dank seiner
boxerischen Klasse einstimmig durchsetzen.
Als ginge es
um "Leben und Tod" liefern sich Daniel Obradovic (Österreich) und
Butrint Rama (BC Winterthur) drei Runden lang einen überaus
intensiven Schlagabtausch. Sieger nach Punkten: Daniel Obradovic.
Seid Dzemaili (BC Dübendorf) wird von Ringrichter Armin
Bracher zum Sieger erklärt.
Nach
zweijähriger Ringabstinenz präsentierte sich der Bruder von Ivo
Andelic, Andrija Andelic, dem heimischen Publikum
im Kampf gegen den Dübendorfer Seid Dzemaili. Die
erste Runde gingen die beiden Boxer eher bedächtig an. Ab der 2.
Runde machte Andelic dann aber mächtig Druck und zwang seinen
Gegner in die Defensive. Trotzdem gelangen dem Bad Ragazer nur
wenige zählbare Treffer und Dzemaili konnte sich ordentlich aus
der Affäre ziehen. Obschon er erst seinen 7. Kampf bestritt, wurde
er vom Kampfgericht gegen den routinierten Andelic (dieser
bestritt seinen 16. Kampf) zum einstimmigen Sieger erklärt.
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Bild links:
Ringrichter Beat Hausamann hebt Andelic's Arm zum Zeichen
des Sieges. Bild rechts (v.l.n.r.): Betreuer und Sandor
Bologh, Ivo Andelic mit Gino Caputo und Bruder Andrija
Andelic
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